Jahresabschluss kleine GmbH

Der Jahresabschluss einer kleinen GmbH

Ziel der Seite Jahresabschluss.pro ist es, einen kompakten und praxisorientierten Überblick über die gesetzlichen Rechnungslegungsanforderungen einer im Sinne des § 267 Abs 1 HGB kleinen GmbH zu geben.

Dabei wird insbesondere auf die drei Bestandteile des Jahresabschluss

  • Bilanz,
  • GuV und
  • Anhang

sowie auf die Offenlegungspflichten nach 325 HGB eingegangen.

Des weiteren steht zur Illustration ein Muster-Jahresabschluss in der Form zur Verfügung wie ihn kleine GmbHs beim elektronischen Bundesanzeiger einzureichen haben.

Das Handelsgesetzbuch enthält in seinem ersten Abschnitt Vorschriften über den Jahresabschluss für alle Kaufleute (§§ 242–256 HGB). GmbHs haben zusätzlich die ergänzenden Bestimmungen der §§ 264 bis 289 HGB zu beachten.  Abhängig von den Größenklasse nach § 267 HGB gelten unterschideliche Anforderungen.

Der Jahresabschluss ist nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) aufzustellen und muss klar und übersichtlich sein (§ 243 Abs. 1 und 2 HGB).

Der Jahresabschluss muss in deutscher Sprache und in Euro (§ 244 HGB) aufgestellt werden. Die zugrundeliegende Buchführung kannauch in einer anderen lebenden Sprache geführt werden (§ 239 Abs. 1 S. 1 HGB).

Es ist zulässig, die Beträge auf volle EURO zu runden. Grundsätzlich kommt auch eine Rundung auf TEURO in Betracht.

Der Jahresabschluss ist von sämtlichen Geschäftsführern zu unterzeichnen(§ 245 Satz 1 HGB.

Der Jahresabschluss einer GmBH besteht aus drei Teilen, der Bilanz, der GuV und dem Anhang. Diese drei Teile bilden eine Einheit (§ 264 Abs. 1 Satz 1 HGB). Kleine Gesellschaften sind von der Aufstellung eines Lageberichts (§ 289 HGB) gemäß § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB befreit.

Das Gesetz enthält in §§ 264 ff. HGB spezielle Vorschriften zur Gliederung von Bilanz und GuV, zum Ansatz einzelner Posten sowie zur Bewertung. In §§ 284 ff. HGB sowie weiteren Bestimmungen sind Angaben und Erläuterungen vorgeschrieben, die in den Anhang aufgenommen werden müssen.

Der Jahresabschluss ist grundsätzlich innerhalb der ersten drei Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres aufzustellen (§ 264 Abs. 1 Satz 2 HGB). Für kleine Gesellschaften verlängert sich diese Frist auf bis zu sechs Monate, wenn die spätere Aufstellung einem ordnungsgemäßen Geschäftsgang entspricht (§ 264 Abs. 1 Satz 3 HGB). Sofern der Jahresabschluss nicht aufgestllt wird, setzt das Registergericht auf Antrag ein Zwangsgeld fest (§§ 335 Satz 1 Nr. 1; 335b HGB). Die Nichtbeachtung der Vorschriften über Form und Inhalt, Bewertung, Gliederung, und Anhangsangaben ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu EUR 25 000 geahndet werden kann (§ 334 HGB).

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgt nach 42a Abs. 2 GmbHG.